1. Sicherung des Unfallortes nach einem Autounfall

Auch bei einem unverschuldeten Unfall müssen Sie schnell handeln.

Zunächst sichern Sie die Unfallstelle ab. Danach sollten Sie nach Möglichkeit, so schnell wie möglich Fotos von der Unfallendstellung der Fahrzeuge und dem Kennzeichen des gegnerischen KFZs machen (insbesondere wenn der Gegner sich nicht kooperativ zeigt). Machen Sie vor allem Fotos von dem gegnerischen KFZ. Versuchen Sie die Kontaktdaten der Zeugen aufzunehmen (Name, Adresse und Telefonnummer).

2. Verständigung der Polizei

Wenn der Sachschaden erheblich ist, der Unfallgegner die Pflichtangaben verweigert oder am Unfallort über die Schuld gestritten wird, sollten Sie die Polizei verständigen. Grundsätzlich können Sie aber immer die Polizei kontaktieren. Derjenige, der den Unfall zu verschulden hat, muss das Verwarnungsgeld bezahlen.

3. Daten des Gegners

Sie sollten das Kfz-Kennzeichen, die Kfz-Versicherung, den Namen und die Anschrift des Unfallgegeners (gegerischer Fahrer/in) und den KFZ Schein notieren oder geben lassen.

4. Einschaltung eines Rechtsanwalts

Wenn Sie den Unfall nicht zu verschulden haben, sollten Sie so schnell wie möglich einen Rechtsanwalt einschalten, denn die Kosten des Anwalts muss die gegnerische Kfz-Versicherung zu 100% übernehmen.

Der Rechtsanwalt wickelt dann den Schriftvehrkeht für Sie

5. Kfz-Gutachter

Es ist Ihr gutes Recht, nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall einen eigenen unabhängigen Kfz-Gutachter zu Rate zu ziehen. Sie sind nicht verpflichtet einen Gutachter der Gegenseite zu akzeptieren (vgl. Bundesgerichtshof, Urteil vom 30.11.2004, VI ZR 365/03). Die Kosten des Gutachters müssen  bei einem unverschuldeten Unfall zu 100% von der Gegenseite übernommen werden.